Was ist ein Hypothekendarlehen?
Posted by Hot Finanzen 24 | Versicherungen - Kredite - Vorsorge on August 1st, 2009Ein Hypothekendarlehen ist ein wichtiger Bestandteil fast jeder Immobilienfinanzierung. Der Bauherr zahlt weniger Zinsen als bei einem gewöhnlichen Ratenkredit, er muss dafür aber Sicherheiten in Form von Grundpfandrechten hinterlegen, zum Beispiel durch eine Hypothek.
Bei Immobilienfinanzierungen geht es häufig um sehr viel Geld. Neben Bausparverträgen, Sparguthaben oder Lebensversicherungen leihen sich Bauherren fast immer noch Geld mit einem Hypothekendarlehen, zum Beispiel bei einer Bank. Die Bank geht dabei das Risiko des Kreditausfalls ein. Im Falle einer Insolvenz, zum Beispiel bei Scheidung oder Arbeitslosigkeit, kann unter Umständen der Bauherr das Darlehen nicht zurückzahlen. Dagegen sichert sie sich ab und lässt ein Grundpfandrecht, zum Beispiel eine Hypothek in Höhe des Darlehens, ins Grundbuch eintragen. Bei Verkauf oder Zwangsversteigerung erhält sie als Erste das Geld in Höhe des Restdarlehens aus der Verwertung der Immobilie.
Die Vorgehensweise beim Antrag eines Hypothekendarlehens.
1. Bauherr und Bank schließen einen Darlehensvertrag über eine festgelegte Summe ab.
2. Beide Vertragsparteien einigen sich darauf, dieses Darlehen über eine Hypothek abzusichern.
3. Bank und Darlehensnehmer schließen eine Sicherungsabrede ab, sie ist Grundlage für die Hypothekenbestellung.
4. Die Hypothek wird ins Grundbuch eingetragen.
5. Die Bank zahlt das Darlehen aus
6. Der Darlehensnehmer zahlt im Rahmen vereinbarter Raten das Darlehen zurück.
Mit jeder gezahlten Darlehensrate, verringert sich das Hypothekendarlehen und die Hypothek. Ist das Darlehen getilgt, erlischt auch die Hypothek, sie wird im Grundbuch gelöscht. Damit grenzt sich die Hypothek von der Grundschuld ab. Eine Hypothek kann nicht ohne ein Darlehen bestehen. Eine Grundschuld kann nach Tilgung des Darlehens bestehen bleiben und zum Beispiel als Sicherheit für ein neues Darlehen dienen. Ein erneuter Eintrag ins Grundbuch ist nicht mehr notwendig, dies spart Zeit und Kosten. Deshalb hat die Grundschuld auch die Hypothek fast vollständig ersetzt.
Ein Hypothekendarlehen ist zwischen Bank und Bauherr ein gutes Geschäft auf Gegenseitigkeit. Der Bauherr bekommt niedrige Zinskonditionen, die Bank erhält dafür Sicherheit gegen den Kreditausfall. Es lohnt sich für beide, auch wenn dies Zeit, Mühe und Geld kostet.
Es gibt noch einen weiteren Vorteil. Darlehensnehmer und Besitzer des belasteten Grundstücks müssen nicht dieselbe Person sein. So können Eltern über eine Hypothek Kredite ihrer Kinder absichern.
Tags: Grundpfandrechte, Grundschuld, Hypothek, Immobilienfinanzierung, Kredit