Was ist eine zweitrangige Hypothek?
Posted by Hot Finanzen 24 | Versicherungen - Kredite - Vorsorge on August 19th, 2009Bei dem Erwerb einer Immobilie sind die meisten Menschen auf die Finanzierung durch die Banken angewiesen. Je nachdem, wie viel Eigenkapital der Erwerber in die Finanzierung einbringt, hängt es auch davon ab, wie viele Hypotheken im Grundbuch eingetragen werden müssen. Denn „normale“ Baudarlehen werden in der Regel nur bis zu einem Beleihungswert von 60 % vergeben; bei einer guten Bonität des Erwerbers vielleicht auch bis zu 70 % oder 80%.
Da aber die wenigsten Menschen 40 % der zu finanzierenden Summe aus eigenem Erspartem in den Immobilienerwerb einfließen lassen können, sind sie auf weiteres Fremdkapital angewiesen, was sich der Kreditgeber als zweitrangige Hypothek im Grundbuch absichern lässt.
Die Rangfolge der einzelnen Hypotheken spielt solange keine Rolle, wie der Kreditnehmer die Raten regelmäßig und pünktlich zahlt. Erst wenn die Immobilie auf Antrag eines der Gläubigers in die Zwangsversteigerung gerät, kommt der Rangfolge der Hypotheken eine entscheidende Rolle zu. Denn aus dem Erlös der Zwangsversteigerung wird zu allererst die erstrangige Hypothek bedient. Ist noch Geld über, erhält der Gläubiger der zweitrangigen Hypothek sein Geld. So geht das Procedere mit jedem nachrangigen Gläubiger weiter allerdings nur solange, bis noch Geld zum Verteilen vorhanden ist.
Erfahrungsgemäß reicht der Erlös aus einer Zwangsversteigerung meist nicht einmal aus, um den erstrangigen Gläubiger zu befriedigen, sodass jede nachrangige Hypothek für die Bank auch ein Ausfallrisiko bedeutet. Dementsprechend teurer ist auch ein Kredit für eine zweitrangige Hypothek; meist bis zu 0,8 %. Von daher sollte bei jedem Immobilienerwerb, der über die 60-%-ige Beleihungsgrenze hinaus finanziert werden muss, zusätzlich ein Bausparvertrag abgeschlossen werden. Dieser ist in der Regel günstiger und kann darüber hinaus bis zu einem Beleihungswert von 80 % vergeben werden.
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